Frühdefibrillation
Strategien gegen den plötzlichen Herztod - Jeder kann helfen
Der plötzliche Herztod ist in Deutschland die Todesursache Nummer eins außerhalb von Krankenhäusern. Pro Jahr sterben in Deutschland mehr als 100.000 Menschen an plötzlichem Herzversagen. Diese Todesform übersteigt die Häufigkeit des Verkehrsunfalltodes um das 12-fache. Moderne Technik und ein aktuelles Ausbildungsprogramm des Deutschen Roten Kreuzes sollen dazu beitragen, die Überlebensrate deutlich zu erhöhen.
40 bis 50 Prozent der betroffenen Patienten weisen Kammerflimmern auf
Etwa 40 - 50 Prozent der Patienten, die vom Rettungsdienst wiederbelebt werden, weisen bei der ersten EKG-Rhythmusanalyse „Kammerflimmern“ auf. Es handelt sich hierbei um eine Herzrhythmusstörung, bei der die Muskulatur des Herzens so unkoordiniert arbeitet, dass die Herzmuskelfasern sich ungleichmäßig zusammenziehen, der Herzmuskel insgesamt „flimmert". Infolgedessen wird kein Blut mehr gepumpt, es kann kein Puls mehr getastet werden. Der Patient ist klinisch tot.
Defibrillation ist die einzig wirksame Behandlung des Kammerflimmerns
Die einzig wirksame Behandlung des Kammerflimmerns ist die sofortige elektrische Defibrillation, unterstützt von den Basismaßnahmen der Wiederbelebung (Atemspende, Herz-Druck-Massage). Bei der elektrischen Defibrillation wird mittels großflächiger Elektroden ein Stromstoß auf den Körper des Betroffenen abgegeben. Dadurch soll das ungeordnete Fibrillieren der Herzmuskelfasern unterbrochen und in eine regelrechte Aktion überführt werden. Da der Stromstoß jedoch auch andere Muskeln erreicht, „zuckt“ der Patient hierbei insgesamt zusammen.
Überlebenswahrscheinlichkeit
Die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Defibrillation wird entscheidend durch den Faktor Zeit begrenzt. Je früher die Defibrillation durchgeführt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient überlebt. Eine Kombination aus sofortiger Frühdefibrillation und weiterführenden Wiederbelebungsmaßnahmen (Medikamente, Infusionen, etc.) erhöht die Überlebenschancen (= Entlassung aus dem Krankenhaus) des Patienten um bis zu 60 Prozent. Wird hingegen erst nach zehn Minuten defibrilliert, beträgt die Überlebenswahrscheinlichkeit nur ca. fünf Prozent.
Frühdefibrillation durch nichtärztliches Personal
Da bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes also lebenswichtige Minuten vergehen, muss die Maßnahme der Frühdefibrillation auch von nichtärztlichem Personal durchgeführt werden. Die Industrie hat hierzu moderne, automatische Defibrillatoren entwickelt, die das EKG des Patienten über Elektroden aufnehmen, auswerten und bei Vorliegen von Kammerflimmern eine Defibrillation empfehlen. Der Stromstoß muss vom Anwender jedoch selbst ausgelöst werden. Die medizinische Fachkompetenz ist bei diesen Geräten quasi eingebaut. Diese automatisierten externen Defibrillatoren (AED) können selbst die Indikation zur Defibrillation stellen.
Schulung der Bevölkerung
Die meisten ehrenamtlichen Sanitäterinnen und Sanitäter des Rettungsdienstes sind in der Frühdefibrillation ausgebildet. In sogenannten „Helfer vor Ort“ Systemen können sie mit ihren eigenen Einsatzfahrzeugen oft noch vor dem Notarztwagen vor Ort sein und schnelle Hilfe leisten. Hilfsorganisationen (bspw. Malteser) schulen auch die Bevölkerung im Umgang mit dem AED, um die Überlebensrate deutlich zu erhöhen. Vor allem an belebten Orten ist es wichtig, dass Defibrillatoren angeschafft und mögliche Anwender in Kursen ausgebildet werden.
Vorraussetzung zur Frühdefibrillation
- Indikationen zur Frühdefibrillation
- Kammerflimmern, pulslose ventrikuläre Tachykardie
- Der Benutzer des Halbautomaten muss eine Geräteeinführung erfolgreich absolviert haben
- Eines der beiden oben genannten Krankheitsbilder muss vorliegen.
- Einschalten des Gerätes (Voraussetzung. ist die Diagnose Kreislaufstillstand)
- Aufkleben der Elektroden
- Aktivieren der Analyse (Patienten nicht berühren und nicht bewegen)
- bei SCHOCK EMPFOHLEN den Patienten nicht berühren und nach dem Laden den Schock auslösen, wiederholt die Analyse starten und nach dem Ergebnis handeln
- bei KEIN SCHOCK EMPFOHLEN den Puls überprüfen, falls kein Puls vorhanden mit der CPR weiterfahren, nach 4 Zyklen erneute Analyse.
- Bürgerbüro Straubing
- Praxis Dr. Huber / Dr. Langer-Huber
- Praxis Dr. Witte
- Praxis Dr. Zink
- Straubinger Tagblatt
- Modehaus Hafner
- Apotheke am Stadtbad
- Wittelsbacher Apotheke
- Barmherzige Brüder (Magnobonus-Markmiller-Saal und Pforte)
- Sparkasse Straubing-Bogen
- Volksbank Straubing
- Raiffeisenbank Straubing
- Eishockeystadion
- Joseph-von-Fraunhofer-Halle
- Fa. Gluth, Steinweg 66
- Tiergarten Straubing (Eingangsgebäude)
- Intier Automotive Eybl Interiors GmbH, Stettiner Strasse 7 (Pforte, Sanitätsraum, Werkshalle) - außerhalb des Kartenbereiches
- Dienstwagen Oberbürgermeister


