Rettungsdienst Straubing

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Neue Wege bei der Ausbildung von Einsatzfahrern - Der Fahrsimulator

Einsatzfahrten im Rettungsdienst sind für das Rettungspersonal mit einem hohen Unfallrisiko verbunden. Bei diesen Fahrten werden die Fahrerinnen und Fahrer überproportional hoch mit Aufgaben beansprucht, die von denen bei Normalfahrten ohne Sonderrechte abweichen.

Bisher gab es keine Möglichkeit, diese Reaktionen zu trainieren. Neben der geeigneten Fahrerlaubnis und einer gründlichen Belehrung über das Verhalten, die jährlich wiederholt wird, gab es auf Grund der mangelnden Übungsmöglichkeiten im Realverkehr nur die Möglichkeit dass sich die Fahrer ihre  Erfahrungen buchstäblich „erfahren“ mussten.

Ergänzend dazu werden seit Jahren auch spezielle Fahrtrainingsmaßnahmen angeboten, die durch die Verkehrswachten durchgeführt werden, und neuen Fahrern im Rettungsdienst, Krankentransport und den Fahrdiensten offen stehen.

Der  Deutsche Verkehrsicherheitsrat (DVR) hat speziell für Fahrer von Rettungsfahrzeugen ein neues simulatorgestütztes Schulungsprogramm entwickelt, das sich derzeit in der Pilotphase befindet. Finanziert wird das Pilotprogramm durch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV).

Ziel des Seminarkonzeptes ist es, das Profil der Einsatzfahrer insbesondere in den Aspekten Wahrnehmungs-, Entscheidungs- und Verhandlungskompetenz zu verbessern und zu trainieren. Für typische Unfallschwerpunkte bei Einsatzfahrten werden spezifische Übungsszenarien entwickelt, die die typischen Belastungsarten enthalten.

Das ganze wird praktisch an einem Fahrsimulator mit 270 Grad Rundumsicht geübt. Virtuell fährt der Fahrer mit Sonderrechten diverse Übungssituationen von Einsatzfahrten mit erschwerten Bedingungen durch, und wird dabei da bei durch einen Moderator, der das Geschehen von außen steuert, durch diese begleitet.

Erschwerte Bedingungen bei Einsatzfahrten können so geübt werden, und werden anschließend besprochen. Im Gegensatz zur Realität kann bei Unfällen durch den Moderator die Situation nach Besprechung „repariert“ werden, und der Fahrer kann seine Fahrt fortsetzen.