Rettungsdienst Straubing

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Wann muss ich den Rettungsdienst anrufen und wann reicht der ärztliche Bereitschaftsdienst?

Immer dann, wenn man normalerweise zum Hausarzt gehen würde, dieser aber nicht erreichbar ist, dann kann man den ärztlichen Bereitschaftsdienst rufen, also z. B. bei einer fiebrigen Erkältung, Durchfall und Erbrechen und ähnlichen Beschwerden.

*0,14 €/Min. aus dem dt. Festnetz, abweichende Preise aus den Mobilfunknetzen


Bei Unfällen, Atemnot, plötzlichen stärksten Schmerzen, plötzlichen Lähmungen, Sehstörungen, starken Brustschmerzen, stark blutenden Verletzungen, Krämpfen usw. sollte man hingegen immer den Rettungsdienst rufen:  

Was muss ich sagen, wenn ich den Rettungsdienst anrufe?

Die fünf W's:
·         Wo ist es passiert ?
·         Was ist passiert ?
·         Wie viele Verletzte ?
·         Welche Arten von Verletzungen ?
·         Warten auf Nachfragen !

 

Wichtig ist vor allem, dem Rettungsdienst anzugeben, wie er den Notfallort findet, also z. B. welcher Name steht an der Klingel, welcher Stock usw. Zu "Wo ?" gehört also nicht nur die Adresse, sondern auch der Name.
Ganz wichtig ist, auf NACHFRAGEN zu warten. Immer wieder legen Anrufer auf, die meinen, sie hätten alles gesagt, aber die Straße, die Hausnummer oder den Namen, wo man klingeln muss, vergessen haben.
Es ist gut, wenn jemand an der Haustüre bzw. an der Straße stehen kann, um dem Rettungsdienst ein schnelleres Auffinden des Patienten zu ermöglichen.

 

Wie gliedert sich der Rettungsdienst?

Die Notfallrettung ist eine organisierte Hilfe, die großteils in ärztlicher Verantwortung erfolgt und die Aufgabe hat, bei Notfallpatienten am Notfallort lebensrettende Maßnahmen durchzuführen, ihre Transportfähigkeit herzustellen und diese Patienten unter Aufrechterhaltung der Transportfähigkeit und Vermeidung weiterer Schäden in eine geeignete Gesundheitseinrichtung (Krankenhaus) zu befördern.

Die Aufgaben des qualifizierten Krankentransportes ist es kranke und hilfsbedürftige Personen zu befördern, die keine sofortige Notfallversorgung benötigen und deren Transport planbar ist. Beim qualifizierten Krankentransport wird der Patient überwacht und bei einer Verschlechterung die erforderlichen Maßnahmen einleiten kann. Zu den Aufgaben der Krankentransportes gehören Fahrten zum Arzt, ins Krankenhaus, Verlegungsfahrten von Klinik zu Klinik oder zur ambulanten Untersuchung.

 

Wer ist für den Rettungsdienst zuständig?

In Deutschland zählt der Rettungsdienst zu den Obliegenheiten der Bundesländer. Er ist in den einzelnen Ländern durch die Landesrettungsdienstgesetze geregelt. Innerhalb der Ländergrenzen wurden Rettungsdienstbereiche festgelegt, deren Landkreise und kreisfreie Städte den Rettungszweckverband bilden. Dieser ist in der Regel kommunalen Behörden zugeordnet. Von diesen wird die Aufgabe des Rettungsdienstes auf gemeinnützige Hilfsorganisationen (z.B. Malteser), Feuerwehr übertragen. Unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit und der in den Landrettungsdienstgesetzen vorgeschriebenen Hilfsfristen (z.B. in Bayern 12 Minuten in der Stadt und 15 Minuten auf dem Land) werden in den Rettungsdienstbereichen Rettungswachen eingerichtet. Die Koordination der Einsätze in einem Rettungsdienstbereich ist die Aufgaben der Rettungsleitstelle.Diese hat die Aufgaben:
·         Notrufe anzunehmen und Rettungsmittel zu entsenden,
·         Die Rettungsdiensteinsätze und Großschadensereignisse zu koordinieren,
·         Den telefonischen Kontakt mit den Krankenhäusern für Bettennachweise aufrecht zu erhalten, sowie den Kontakt zu Vergiftungszentralen und anderen Informationsstellen
Wer bezahlt den Rettungsdienst?

Der Rettungsdienst wird von den Krankenkassen und vom Staat (den Ländern) bezahlt. Der Rettungsdienst rechnet direkt mit den Krankenkassen ab, der Patient braucht sich um nichts zu kümmern. Bei Sozialhilfeempfängern zahlt das Sozialamt. Privatpatienten bekommen vom Rettungsdienst nach dem Einsatz eine Rechnung nach Hause geschickt, die sie dann bei ihrer Krankenversicherung einreichen können. Jeder wird gerettet, auch wenn die Finanzierung z. B. bei ausländischen Patienten nicht gesichert ist.

 

Sind das nicht alles Zivis im Rettungsdienst?

Nein, Zivildienstleistende können während ihrer Dienstzeit höchstens bis zum Rettungssanitäter ausgebildet werden. Bei Notfällen ist also immer mindestens ein höher qualifizierter, in der Regel hauptamtlicher Rettungsassistent dabei.
Außer Zivildienstleistenden und hauptamtlichen Mitarbeitern werden im Rettungsdienst auch ehren- und nebenamtliche Mitarbeiter eingesetzt.

 

Der Rettungsdienst hat bei einem Verkehrsunfall so lange herumgestanden, statt sofort ins Krankenhaus zu fahren - warum?

In Deutschland ist es üblich, zunächst den Patienten zu behandeln und ihn erst dann zu transportieren. Man spricht davon, die Transportfähigkeit herzustellen, d.h. es wird dafür gesorgt, dass der Blutdruck wieder normale Werte annimmt, Brüche fixiert werden, die Schmerzen bekämpft werden und der Patient mit Sauerstoff versorgt wird. All dies kann man nicht unterwegs machen, da dies für den Patienten zu gefährlich wäre.

 

Als Oma ihren Herzinfarkt hatte, waren die mit fünf Leuten da - ist denn soviel Personal notwendig?

Bevor jemand verantwortlich auf einem Fahrzeug eingesetzt wird, muss er dort erst einmal als Praktikant mitfahren. So kommt es, dass Rettungswagen häufig mit drei Besatzungsmitgliedern fahren. Wenn der Rettungswagen einen Notarzt benötigt, dann kommen noch einmal zwei Personen dazu (Notarzt und Fahrer), das sind dann zusammen fünf Personen. Auch angehende Notärzte müssen zunächst als Praktikanten bei erfahrenen Notärzten mitfahren, so kann es passieren, dass bis zu sechs Rettungsdienst-Mitarbeiter zu einem Patienten kommen.

Dennoch ist das System preiswerter, als wenn man die Notärzte auf den Rettungswagen mitfahren ließe, da man durch die Trennung von Notarzt und Rettungswagen weniger Ärzte benötigt.